Wie ich heute morgen im Blog von Hannes Kronenberg erfahren musste, wird es ab sofort für jeden Benutzer von Google – auch die ohne eigenes Google-Konto – stark personalisierte Suchresultate geben. Die Individualisierung richtet sich dabei nach dem Klickverhalten des jeweiligen Besuchers. Nun ist Google’s Webprotokoll nichts neues. Allerdings war die Basis bisher immer die gleiche – und für Suchmaschinenoptimierer ein wichtiger Bestandteil ihrer Analyse. Wenn nun aber der größte Teil von Googles Suchanfragen personalisiert werden, verliert es die Aussagekraft der nicht-personalisierten Suchanfragen.
Als ich die Meldung las, fühlte ich mich direkt an eine Szene in Minority Report erinnert, in welcher der Hauptdarsteller anhand seiner derzeitigen Lebenssituation und Bedürfnissen entsprechend Werbung im Real Life untergeschoben bekommt.
Muss man sich Sorgen machen?
Nein. Jeder White-Hat sollte sich vielmehr darüber freuen, denn es ist davon auszugehen, dass content- und klickstarke Seiten davon profitieren. So könnten die Ergebnisse für Suchen in Nieschenthemen zum Beispiel ältere, kaum mehr aktuelle Seiten aus den vorderen Plätzen verdrängen, zu gunsten einer qualitativ besseren und häufiger angeklickten Seite, die jedoch vielleicht erst seit einigen Monaten existiert.
Und wie deaktivier ich den Spaß?
Es gibt mehrere Möglichkeiten: Matt Cutts hat über Twitter bestätigt, dass der String &pws=0 an die URL angehängt die Ausgabe personalisierter Suchergebnisse nach wie vor erfolgreich zurückhält. Zudem kann man als nicht-angemeldet auch unter Webprotokoll die Erfassung deaktivieren.
Weitere Informationen gibt’s im Blog von SEO-Strategie